Mehrfamilienhaus mit Photovoltaikanlage auf dem Dach, Mieterstrom in Hamburg

Für Vermieter und WEG

S⁠o⁠l⁠a⁠r⁠s⁠t⁠r⁠o⁠m für Ihre M⁠i⁠e⁠t⁠e⁠r

Warum Mieterstrom

Ein Dach für alle Parteien

Auf vielen Mehrfamilienhäusern in Hamburg bleibt die Dachfläche ungenutzt. Das Dach gehört dem Eigentümer, der Strom wird in den Wohnungen verbraucht, und dazwischen standen lange die Pflichten eines Energieversorgers. Heute gibt es zwei gesetzliche Wege, Solarstrom vom Dach direkt an die Bewohner zu liefern. Welcher besser passt, hängt vom Gebäude, von den Mietparteien und von Ihren Zielen ab.

Wir planen und bauen die Anlage mit eigenen Teams und kümmern uns um Zählerplatz und Messtechnik. Die energiewirtschaftliche Seite übernimmt unser Partner WeShareEnergy, von der Abrechnung über die Lieferung des Reststroms bis zur Marktkommunikation, also dem vorgeschriebenen elektronischen Datenaustausch mit Netzbetreiber, Messstellenbetreiber und Lieferanten. Sie als Vermieter oder Eigentümergemeinschaft erhalten monatliche Gutschriften für den gelieferten Solarstrom.

Zwei Modelle

M⁠i⁠e⁠t⁠e⁠r⁠s⁠t⁠r⁠o⁠m oder G⁠e⁠b⁠ä⁠u⁠d⁠e⁠s⁠t⁠r⁠o⁠m

Mieterstrom gemäß § 42a EnWG ist das umfassendere Modell. Der Anbieter versorgt jeden teilnehmenden Haushalt vollständig, also auch nachts und im Winter. Für Wohnungsmieter darf der Gesamtpreis höchstens 90 Prozent des örtlichen Grundversorgungstarifs betragen. Der Stromvertrag darf grundsätzlich nicht Teil des Mietvertrags sein, die Erstlaufzeit ist auf zwei Jahre begrenzt. Dafür gibt es für den im Haus gelieferten Solarstrom den Mieterstromzuschlag nach dem EEG.

Die Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung gemäß § 42b EnWG gibt es seit dem Solarpaket I vom Mai 2024. Hier wird nur der Solarstrom nach einem vereinbarten Schlüssel auf die Teilnehmer verteilt, den Reststrom beziehen die Bewohner weiter bei einem Versorger ihrer Wahl. Es gibt keine Pflicht zur Vollversorgung und keine Preisobergrenze, aber auch keinen Mieterstromzuschlag. In Eigentümergemeinschaften kann ein Beschluss nach dem Wohnungseigentumsgesetz die Einzelverträge ersetzen.

Kurz gesagt bringt Mieterstrom mehr Förderung und mehr Pflichten, die Gebäudeversorgung weniger Aufwand und keine Förderung. Welches Modell für Ihr Haus besser trägt, rechnen wir vorab durch.

Photovoltaik auf dem begrünten Flachdach eines Mehrfamilienhauses

Die Rechnung

Wo der Ertrag entsteht

Der wirtschaftliche Kern ist schnell erklärt. Für Strom, der direkt im Haus verbraucht wird, fallen keine Netzentgelte an, also keine Gebühren für die Nutzung des öffentlichen Netzes. Diesen Vorteil teilen sich Vermieter und Mieter über den Preis. Beim Mieterstrom kommt der Mieterstromzuschlag hinzu, eine Förderung je gelieferter Kilowattstunde. Für Anlagen mit Inbetriebnahme zwischen August 2026 und Januar 2027 liegt er je nach Größe bei rund 1,6 bis 2,5 Cent und sinkt halbjährlich leicht.

Ob sich ein Projekt rechnet, hängt vor allem von der Zahl der teilnehmenden Haushalte, ihrem Verbrauch und den Kosten für Zählerplatz und Messtechnik ab. Deshalb steht am Anfang eine Ertrags- und Wirtschaftlichkeitssimulation, über die Sie einen schriftlichen Bericht erhalten.

Ladepunkte in Tiefgarage oder Hof können die Rechnung zusätzlich verbessern, weil mehr Solarstrom im Haus bleibt. Unser selbst entwickeltes dynamisches Lastmanagement verteilt die verfügbare Leistung so auf alle Wallboxen, dass der Hausanschluss nicht überlastet wird.

Mehrfamilienhaus mit Balkonen

Messkonzept

Zähler und Z⁠ä⁠h⁠l⁠e⁠r⁠p⁠l⁠a⁠t⁠z

Damit Solarstrom und Netzstrom sauber getrennt abgerechnet werden, braucht jedes Projekt ein Messkonzept. Verbreitet ist das Summenzählermodell. Ein Zweirichtungszähler am Hausanschluss misst, was das Gebäude insgesamt aus dem Netz bezieht und einspeist, die Zähler der Wohnungen messen den Verbrauch jeder Partei. Aus der Differenz ergibt sich, wie viel Solarstrom im Haus geblieben ist. Inzwischen ist auch ein virtueller Summenzähler zulässig, der aus den Werten intelligenter Messsysteme an allen beteiligten Zählpunkten errechnet wird.

Ein intelligentes Messsystem, kurz Smart Meter, ist ein digitaler Zähler, der seine Werte viertelstündlich und verschlüsselt übermittelt. Für die Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung ist eine solche Viertelstundenmessung bei allen Teilnehmern Pflicht.

In älteren Häusern ist der Zählerplatz oft der eigentliche Engpass. Zählerschränke müssen den aktuellen Anschlussbedingungen des Netzbetreibers entsprechen und Platz für die neue Messtechnik bieten. Unsere Elektriker prüfen das früh, weil ein Umbau Kosten und Zeitplan spürbar beeinflussen kann.

Zählerplatz mit mehreren Stromzählern im Mehrfamilienhaus

MieterstromPLUS

Ü⁠b⁠e⁠r⁠s⁠c⁠h⁠u⁠s⁠s für weitere Häuser

Mittags erzeugt eine Mieterstromanlage oft mehr, als im Haus gebraucht wird. Mit dem Modell MieterstromPLUS von WeShareEnergy müssen Sie diesen Überschuss nicht nur zur Einspeisevergütung abgeben. Sie können ihn in weiteren eigenen Immobilien nutzen, etwa in einem zweiten Mietshaus oder in eigenen Gewerbeeinheiten.

Für Bestandshalter mit mehreren Objekten entsteht so aus einzelnen Dächern ein kleines Portfolio, dessen Solarstrom dort ankommt, wo gerade Bedarf ist.

Luftbild einer Photovoltaikanlage auf einem Flachdach

Ihre Vorteile

Was V⁠e⁠r⁠m⁠i⁠e⁠t⁠e⁠r gewinnen

M⁠o⁠n⁠a⁠t⁠l⁠i⁠c⁠h⁠e G⁠u⁠t⁠s⁠c⁠h⁠r⁠i⁠f⁠t⁠e⁠n

WeShareEnergy rechnet mit den Bewohnern ab und schreibt Ihnen den gelieferten Solarstrom monatlich gut. Sie verschicken keine Stromrechnungen.

P⁠f⁠l⁠i⁠c⁠h⁠t⁠e⁠n beim Partner

Reststrom, Marktkommunikation und Abrechnung liegen bei WeShareEnergy. Sie müssen dafür kein eigenes Versorgungsgeschäft aufbauen.

G⁠ü⁠n⁠s⁠t⁠i⁠g⁠e⁠r Strom im Haus

Für Solarstrom, der direkt im Gebäude verbraucht wird, fallen keine Netzentgelte an. Das ermöglicht einen attraktiven Preis für Ihre Mieter.

100 Prozent Ökostrom

Auch der Reststrom aus dem Netz ist Ökostrom. Das stärkt Ihr Gebäude bei Mietinteressenten und in Nachhaltigkeitsberichten.

Wohnung, Gewerbe, WEG

Mieterstrom funktioniert für Wohnungen und Gewerbeeinheiten. Auch in Eigentümergemeinschaften lässt sich das Modell umsetzen.

L⁠a⁠d⁠e⁠p⁠u⁠n⁠k⁠t⁠e m⁠i⁠t⁠g⁠e⁠d⁠a⁠c⁠h⁠t

Unser dynamisches Lastmanagement verteilt die Leistung auf viele Wallboxen in Tiefgarage oder Hof, ohne den Hausanschluss zu überlasten.

Ablauf

Vom Dach bis zur A⁠b⁠r⁠e⁠c⁠h⁠n⁠u⁠n⁠g

01 Beratung und Prüfung

Wir prüfen Dach, Hausanschluss und Zählerplatz, simulieren den Ertrag und rechnen Mieterstrom und Gebäudeversorgung für Ihr Haus durch.

02 V⁠o⁠r⁠b⁠e⁠r⁠e⁠i⁠t⁠u⁠n⁠g

Gemeinsam mit WeShareEnergy sprechen wir die Mieter an, stimmen uns mit dem Messstellenbetreiber ab und bereiten das Vertragswerk vor.

03 I⁠n⁠s⁠t⁠a⁠l⁠l⁠a⁠t⁠i⁠o⁠n

Unsere Teams montieren die Anlage und bauen Zählerplatz und Messtechnik nach dem abgestimmten Messkonzept um.

04 A⁠n⁠m⁠e⁠l⁠d⁠u⁠n⁠g im Markt

Ab Auftrag dauert es mindestens etwa sechs Wochen, bis alle Zählpunkte bei Netzbetreiber und Lieferanten richtig angemeldet sind.

05 Go-live

Solarstrom fließt in die Wohnungen, den Reststrom liefert WeShareEnergy. Die Abrechnung läuft monatlich, Sie erhalten Ihre Gutschriften.

FAQ

Häufige Fragen

Nein. Die Teilnahme ist freiwillig, und wer nicht mitmacht, behält seinen bisherigen Versorger. Die Wirtschaftlichkeit hängt allerdings an einer ausreichenden Zahl von Teilnehmern. Deshalb ist eine gute, verständliche Ansprache der Mieter so wichtig.

Luftaufnahme eines Mehrfamilienhauses mit Photovoltaikanlage auf dem Dach in der Stadt

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