Das Montageteam von PV Energy bei einem Kunden im Garten

Ratgeber

Vom Dach zum S⁠t⁠r⁠o⁠m

Kurz erklärt

Das W⁠i⁠c⁠h⁠t⁠i⁠g⁠s⁠t⁠e in Kürze

• Am Anfang stehen Beratung, Dachprüfung und eine Ertrags- und Wirtschaftlichkeitssimulation.

• Für Anlagen bis 30 kW auf einem Grundstück mit Netzanschluss gilt ein vereinfachtes Anmeldeverfahren.

• Die Montage am Einfamilienhaus dauert meist nur wenige Tage.

• Nach der Inbetriebnahme muss die Anlage binnen eines Monats ins Marktstammdatenregister.

• Insgesamt vergehen von der Anfrage bis zum ersten Solarstrom meist einige Wochen bis wenige Monate.

Beratung und Aufnahme

Jedes Projekt beginnt mit einem Gespräch über Ihre Ziele. Wie hoch ist Ihr Stromverbrauch heute, und was ändert sich in den nächsten Jahren? Stehen ein Elektroauto, eine Wärmepumpe oder eine Dachsanierung an? Über den Online-Konfigurator auf unserer Beratungsseite können Sie die wichtigsten Angaben vorab machen.

Beim Vor-Ort-Termin prüfen wir Dachfläche, Eindeckung, Statik-Hinweise, Verschattung und den Zählerschrank. Gerade der Zählerschrank entscheidet oft darüber, ob Umbauten nötig sind. Diese Punkte klären wir früh, damit es später keine Überraschungen gibt.

Mit diesen Unterlagen können wir besonders schnell und genau planen.

• Stromrechnungen der letzten ein bis zwei Jahre

• Fotos von Zählerschrank und Hausanschluss

• Bauzeichnungen oder Maße des Daches, falls vorhanden

• Angaben zu geplanten Anschaffungen wie Elektroauto oder Wärmepumpe

S⁠i⁠m⁠u⁠l⁠a⁠t⁠i⁠o⁠n und Angebot

Auf Basis der Aufnahme legen wir Ihre Anlage mit einer Ertrags- und Wirtschaftlichkeitssimulation aus. Sie berechnet, wie viel Strom Ihr Dach über das Jahr erzeugt, wie viel davon Sie selbst nutzen und was die Anlage über ihre Laufzeit einspart. Das Ergebnis erhalten Sie als schriftlichen Bericht zu Ihrem Einsparpotenzial.

Das Angebot listet alle Positionen offen auf, von Modulen und Wechselrichter über Speicher und Gerüst bis zu Netzanmeldung und Inbetriebnahme. Wenn Sie es wünschen, rechnen wir Varianten durch, etwa mit und ohne Speicher oder mit einem dynamischen Stromtarif.

A⁠n⁠m⁠e⁠l⁠d⁠u⁠n⁠g beim Netz

Bevor eine Anlage ans Netz geht, wird sie beim örtlichen Netzbetreiber angemeldet. Für eine oder mehrere Anlagen mit insgesamt höchstens 30 kW auf einem Grundstück mit bestehendem Netzanschluss gibt es gemäß § 8 EEG ein vereinfachtes Verfahren. Der Netzbetreiber muss nach Eingang der Anfrage unverzüglich einen Zeitplan für die Bearbeitung übermitteln. Tut er das nicht innerhalb eines Monats, darf die Anlage unter Einhaltung der technischen Regeln angeschlossen werden.

Bei größeren Anlagen prüft der Netzbetreiber genauer, ob das Netz die zusätzliche Einspeisung aufnehmen kann. Das kann deutlich länger dauern und ist bei Gewerbeprojekten ein wichtiger Planungsfaktor.

Montage

Nach Auftragsbestätigung und Netzrückmeldung planen wir den Montagetermin. Unsere eigenen Teams stellen das Gerüst, setzen Dachhaken und Schienen, montieren die Module und verlegen die Leitungen ins Haus. Parallel installieren unsere Elektriker Wechselrichter, Speicher und gegebenenfalls Wallbox und bauen den Zählerschrank um.

Bei einem Einfamilienhaus ist die Montage meist in wenigen Tagen erledigt. Wind, Regen und Frost können die Arbeiten auf dem Dach verschieben, die Sicherheit unserer Monteure geht vor. Wir arbeiten ausschließlich mit eigenen Fachkräften und ohne Subunternehmer, Sie haben also durchgehend dieselben Ansprechpartner.

Handwerker montieren schwarze Indach-Solarmodule auf einem Neubau

Zähler und I⁠n⁠b⁠e⁠t⁠r⁠i⁠e⁠b⁠n⁠a⁠h⁠m⁠e

Für die Einspeisung braucht Ihr Haus einen Zähler, der in beide Richtungen misst. Den Zählerwechsel übernimmt der Messstellenbetreiber, also das Unternehmen, das Ihren Stromzähler betreibt und abliest. Bei Anlagen über 7 kWp sieht das Gesetz ein intelligentes Messsystem vor, umgangssprachlich Smart Meter. Es erfasst Verbrauch und Einspeisung viertelstündlich und kann mit einer Steuerbox fernsteuerbar gemacht werden. Bis beides eingebaut und getestet ist, dürfen neue Anlagen höchstens 60 Prozent ihrer Leistung einspeisen.

Bei der Inbetriebnahme prüfen wir die Anlage, dokumentieren die Messwerte und richten das Live-Monitoring per App ein. Gemäß EEG gilt als Inbetriebnahme die erste Inbetriebsetzung nach Herstellung der technischen Betriebsbereitschaft, wenn die Anlage fest an ihrem dauerhaften Ort installiert ist. Dieser Tag bestimmt den Satz Ihrer Einspeisevergütung.

Techniker plant Photovoltaikanlage mit Speicher am Tablet im Heizungsraum

Register und M⁠e⁠l⁠d⁠u⁠n⁠g⁠e⁠n

Nach der Inbetriebnahme folgen einige Formalitäten, die Sie kennen sollten.

• Eintrag ins Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur innerhalb eines Monats

• Eintrag auch für den Stromspeicher, die Registrierung ist kostenlos

• Fertigmeldung an den Netzbetreiber mit den Unterlagen der Inbetriebnahme

• In Hamburg Nachweise zur Solarpflicht zehn Jahre aufbewahren, sofern sie greift

Das Marktstammdatenregister ist das amtliche Verzeichnis aller Stromerzeugungsanlagen in Deutschland. Fehlt der Eintrag, darf der Netzbetreiber laut Verbraucherzentrale die Einspeisevergütung zurückhalten, bis er nachgeholt und nachgewiesen ist. Wir unterstützen Sie bei der Eintragung.

Wie lange es dauert

Von der ersten Anfrage bis zum ersten eigenen Solarstrom vergehen bei einem Einfamilienhaus meist einige Wochen bis wenige Monate. Die Montage selbst ist dabei der kürzeste Teil. Den Takt geben vor allem Netzbetreiber, Zählertermin, Materialverfügbarkeit und Wetter vor. Wer früh anfragt, gewinnt Spielraum, gerade wenn ein Stichtag oder eine geplante Dachsanierung den Zeitplan bestimmt.

Ein Hinweis für alle, die jetzt planen. Nach dem aktuellen Entwurf der EEG-Reform sollen nur Anlagen, die bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, die heutige Einspeisevergütung behalten. Ob ein Projekt das bei einer Anfrage im Herbst noch schafft, hängt vom Einzelfall ab. Wir sagen Ihnen ehrlich, was realistisch ist, statt Termine zu versprechen, die nicht zu halten sind.

Ihr Projekt mit uns

Als Meisterbetrieb mit drei Standorten in Hamburg und Norddeutschland begleiten wir Ihr Projekt von der ersten Beratung bis zur Inbetriebnahme. Über 400 realisierte Projekte und mehr als 10 MW installierte Leistung stehen hinter unserer Erfahrung. Nach der Inbetriebnahme sehen Sie Ihre Erträge live in der App, wir überwachen die Anlage zusätzlich aus der Ferne. Die Wartung übernimmt unsere Schwesterfirma PV Energy Care.

FAQ

Häufige Fragen

In Hamburg sind Photovoltaikanlagen auf Dächern grundsätzlich genehmigungsfrei. Ausnahmen gelten bei Denkmalschutz und in Gebieten mit städtebaulicher Erhaltungsverordnung. In anderen Bundesländern können die Regeln abweichen, wir prüfen das für Ihren Standort.

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